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Manchmal bin ich Schildkröte

24.05.2018

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Donnerstag 24.05.2018 | 3. Kasseler Kulturelle Vielfalt
20:00 Uhr | Eintritt 10,- Euro | Abendkasse 13,- Euro
Eine Poesieperformance

online-ticket auf schwarz

Eva Balkenhol – Texte, Gesang, Tanz, Choreographie
Martin Tschoepe – Kontrabass, Gesang, Musikkompososition
Dauer ca. 80 Minuten – eine Pause
„Jeder braucht einen Ort, wo er hingehört. Einen Ort, der ihm zuhört.“
Die vielseitige Künstlerin Eva Maria Balkenhol ist in Kassel vor allem aus Produktionen im Theater im Centrum, Bandauftritten und eigenen Tanzpoesiestücken mit Udo Müller bekannt. Im Theaterstübchen war sie bereits mit Roland Oumard zu sehen. Sie wagt sich nun gemeinsam mit ihrem Freund und Kollegen, dem Komponisten und Kontrabassisten Martin Tschoepe aus Göttingen, an eine Poesieperformance Ihrer eigenen Werke.
Nachdem Balkenhol bereits ihre Texte in Musikabende einfließen ließ, freut sie sich nun, einen ganzen Abend mit ihrer Poesie zu füllen. Martin Tschoepe, der bereits viele Jahre professionell komponiert und unterrichtet, interpretiert feinfühlig Balkenhols Ideen mit seiner eigenen Musikkompositionen und ist ihr ein inspirierender Partner auf dieser überraschend kreativen Reise. Mutig, komisch, zerbrechlich und rührend ehrlich erscheinen die beiden in diesem Stück, in dem sie zunächst jeder für sich und dann auch gemeinsam nach jenem Ort suchen, an dem sie sich geborgen fühlen. Denn ist es für uns alle nicht manchmal so, als hätte man uns geradewegs erst auf diese Erde geworfen?
Es gibt viele Momente, die erst im Augenblick entstehen und von der Improvisation der beiden Künstler, und somit von ihren unmittelbaren Gefühlen, leben. Der Zuschauer wird eingeladen, Zeuge dieser authentischen Suche zu sein. Es gilt herauszufinden, was einem kostbar erscheint, wo man Sicherheit und Liebe findet und ob es sich lohnt, sich auch mal jemandem anzuvertrauen. Sozusagen seinen Kopf aus dem Schildkrötenpanzer zu stecken.
Und, wie tanzt eigentlich eine Schildkröte? Staubtrockenes rezitieren von Gedichten sucht man hier vergeblich. Mit spielerischer Leichtigkeit entstehen hier warme Klänge, tiefe Einsichten, komische Momente und wunderschöne Poesie.
Auf einer Bühne, die gerade einmal einen Quadratmeter groß ist, fühlt sich die Schildkröte geborgen. Und der Kontrabass? Gibt er der anderen Schildkröte halt? Warum kann er sich nicht von seinem Hut trennen? Gibt es eine umfassende Lösung für die „Schildkröten“ dieser Welt? Ein Stück, das wir gerade jetzt dringend brauchen.

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Datum:
24.05.2018
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